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WeWork startet Food- und AgTech Accelerator free

WeWork ist mit Co-Workingspaces für Gründer und Entrepreneure groß geworden. Jetzt blickt der Milliardenkonzern auf die Food- und Agrarbranche. (Foto: WeWork)

Das amerikanische Workspace-Start-up „WeWork“ will in der Lebensmittelbranche mitmischen. Bald eröffnet es einen neuen Food- und AgTech-Accelerator, schart Geldgeber um sich und will selbst 1 Mio. US-Dollar einbringen.

„Wie wir uns heute den Themen Lebensmittel und Nachhaltigkeit widmen, wird sich auf Generationen auswirken“, sagte Roee Adler von WeWork kürzlich bei der Bekanntgabe des neuen Food- und AgTech-Accelerators „WeWork Food Lab“. Dort sollen Jungunternehmer und -unternehmerinnen unterstützt werden, die sich „mit den größten aktuellen Herausforderungen im Bereich Lebensmittel“ beschäftigen. Im Food Lab Accelerator sollen sie ab Ende 2019 spezielle Räume, Communities und Förderprogramme erhalten. Das Unternehmen selbst will laut Pressemitteilung Beteiligungskapital in Höhe von 1 Mio. US-Dollar bereitstellen. Interessierte Start-ups können sich bis 15. Mai 2019 bewerben.

Was bietet der Accelerator?

Der Food- und Ag-Tech-Accelerator ist ein Teil des „WeWork Food Labs“ – und gleichzeitig Teil eines Geschäftsmodells: So können sich Start-ups aus den Bereichen Gastronomie, Konsumgüter und Küchengeräte sowie aus den Bereichen Supply Chain Management, AgTech, Vertriebssoftware und Robotik für den Accelerator bewerben. Wer dies nicht schafft, dem bleibt die kostenpflichtige Mitgliedschaft in einem der WeWork-Workspaces. Dort – so das Versprechen – kann er Büro an Büro mit den Start-ups des Acceleratorprogramms arbeiten.

Die Lebensmittelindustrie ist reif für Innovationen.

Roee Adler, WeWork

Wieso sich der milliardenschwere Konzern ausgerechnet die Ernährungs- und Landwirtschaft ausgesucht hat, begründet Roee Adler mit steigenden Treibhausgasen, einer wachsenden Weltbevölkerung und der großen Lebensmittelverschwendung. „Die Lebensmittelindustrie ist reif für Innovationen“, heißt es in der Pressemeldung. Dabei ist dem Unternehmer durchaus bewusst, dass er sich keine leichte Branche ausgesucht hat. Doch dank der über Jahre gewachsenen Gemeinschaft von WeWork, in der sich mittlerweile über 100.000 gründungswillige Entrepreneure aus verschiedenen Fachbereichen tummeln, könnte die Ernährungswirtschaft erfolgreich innoviert werden.

Neben Arbeitsräumen soll im Food Lab auch landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung stehen. (Foto: WeWork)

Mitglieder erhalten Zugang zu Testflächen

WeWork habe damit die einzigartige Gelegenheit, „eine dynamische Gemeinschaft von Unternehmern auf globaler Ebene zu nutzen, die die Herausforderungen meistert, die normalerweise mit der Branche verbunden sind“. Roee Adler weiter: „In gewisser Weise ist der Aufbau eines Lebensmittel-Start-ups viel schwieriger, als der Bau von Start-ups in anderen Bereichen.“

Der Aufbau eines Lebensmittel-Start-ups ist viel schwieriger, als der Bau von Start-ups in anderen Bereichen.

Roee Adler

Konkret verspricht er den Mitgliedern des Food Labs einen geeigneten Raum für Forschung und Entwicklung, eine Art Speisekammer, einen privaten Speisesaal, einen Merchandising-Bereich und Veranstaltungsräume für drinnen und draußen. Außerdem sollen Mitglieder einen subventionierten Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen, Großküchen und Herstellerflächen erhalten.

Was ist WeWork?

WeWork hat sich seit der Gründung im Jahr 2010 global einen Namen mit der Bereitstellung von gemeinsamen Arbeitsplätzen, sogenannten Workspaces gemacht. Vor allem junge Gründer und Freiberufler nutzen diese Spaces in mittlerweile 68 Städten in 32 Ländern weltweit. Sie treffen dort auf Gleichgesinnte und nutzen die Kontakte, die sie dort knüpfen.

Die Workspaces sind kostenpflichtig, bieten den Mitgliedern aber über Immobilien hinaus vielmehr Förderprogramme und jede Menge Kontakte.

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