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Wildvermarktung: noch nicht in aller Munde free

Bei der Wildbretvermarktung gibt es offenbar noch Luft nach oben. Gleich zwei Veranstaltung machen sie zum Thema. (Foto: Lubos Houska/Pixabay)

Gleich zwei anstehende Veranstaltungen widmen sich dem Thema Wildbret-Vermarktung. Kein Wunder: Bislang pflegt das Fleisch aus der freien Natur überwiegend ein Nischen-Dasein. Die zwei Termine im Überblick.

Wenn zwei verschiedene Veranstaltung sich demselben Thema widmen, scheint dort tatsächlich ein Bedarf zu herrschen. Wildbret-Vermarktung könnte dieses Thema sein. Gleich zwei Veranstaltungen nehmen es sich vor.

MAKEATHON am DIL in Quakenbrück vom 14. bis 19. Oktober

Während Wildfleisch im Handel größtenteils aus dem Ausland importiert wird, finden die Produkte heimischer Jäger so gut wie keinen Zugang zum Einzelhandel. Liegt es am mangelnden Verbraucherinteresse oder gar Bedenken vom Verbraucher? An den Angebotsformen oder Portionsgrößen? Bieten neue Vertriebswege eine Lösung?

From forst to fork – eine Woche lang dreht sich am DIL alles ums Wild. (Foto: DIL)

Darum geht es beim sogenannten MAKEathon, einem Format zur Ideenfindung mit innovativem Ansatz. Als Projektpartner des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT) veranstaltet ihn das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) am 14. bis 19. Oktober. „Ziel ist es, dass neue innovative Ideen entstehen, die wirtschaftlich umsetzbar sind und Anreize für neue Geschäftsideen schaffen oder sogar neue Geschäftsfelder für Unternehmen eröffnen“ erklärt Alexander Märdian, Leiter des DIL Innovation Hubs.

Ziel ist es, dass neue innovative Ideen entstehen, die (…) Anreize für neue Geschäftsideen schaffen.

Alexander Märdian

Die Veranstaltung ist Teil des EIT Food Projekts „MAKEit!“ und wird von der Europäischen Union gefördert. Der erste MAKEathon beschäftigte sich mit der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und Nutzbarkeit von Nebenströmen in der Fleischwirtschaft. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Deutschen Jagdverband.


Wild serviert, in Schneverdingen am 7. September

Um Wissenslücken zur professionellen Vermarktung von Wildbret zu schließen, organisiert die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft gemeinsam mit dem Hannoverschen Landwirtschaftsministerium und der Landesjägerschaft Niedersachsen am 7. September in Schneverdingen eine Informationsveranstaltung mit dem Titel „Wild serviert“. Laut Marketinggesellschaft ist zu wenig bekannt, dass Wildbret in verschiedenen Convenience-Stufen kontinuierlich verfügbar sowie als Handelsware endverbrauchergerecht aufbereitet zu beziehen ist.

Trendprodukte aus niedersächsischem Wildbret seien eine „ausgezeichnete Profilierungsmöglichkeit“ für Fleischer, Direktvermarkter und auch Gastronomiebetriebe. Im Rahmen der Veranstaltung, die von der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast eröffnet wird, werden Wildhandelsunternehmen ihre Sortimente an Convenience-Produkten präsentieren. Ferner informieren Forstbetriebe des Landes und des Bundes, die Jägerschaft und das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) rund um Rechts-, Gesundheits- und Hygieneaspekte der Wildvermarktung. Zur Teilnahme eingeladen sind Inhaber und Betreiber von Fleischereifachgeschäften, landwirtschaftliche Direktvermarkter und auch Gastronomen. Die Teilnahme ist kostenlos; um Anmeldung wird hier gebeten.

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