farm Gründerwerkstatt

„Wir haben uns im f3-Netzwerk kennengelernt.“

Hier treffen sich Schweinehalter Christian Vincke (Mitte) und Eva und Paul vom Online-Shop Pielers. Sie haben sich über f3 kennengelernt und wollen künftig zusammen arbeiten. (Foto: Piepenbrock)

Auf der einen Seite ein Schweinehalter, der Produkte online vermarkten will. Auf der anderen ein E-Commerce-Start-up, das Lebensmittel im Web vertreibt. Auf f3.de haben sich die beiden gefunden. Sie wollen jetzt zusammenarbeiten.

"Wir müssen sonst lange recherchieren, um Erzeuger mit passenden Produkten zu finden", sagt Paul Blanck-Rommel vom Lebensmittel-Webshop "Pielers". "Und wir konnten nicht nach etwas suchen, was wir nicht kennen", antwortet Schweinehalter Christian Vincke aus dem Münsterland. Die beiden saßen sich Anfang Dezember im Eßzimmer des Landwirts gegenüber und sprachen über eine mögliche Partnerschaft. Landwirt meets Start-up!

Andrea und Christian Vincke (links) haben im f3-Netzwerk Paul und Eva vom Webshop "Pielers" kennengelernt. Sie wollen künftig zusammenarbeiten. (Foto: Piepenbrock)

Paul von Pielers ist dafür zuständig, Direktvermarkter aus ganz Deutschland mit besonderen Produkten ausfindig zu machen, die diese über den Pielers-Webshop vertreiben möchten. Und Christian baut derzeit eine Iberico-Zucht auf, dessen Fleisch er unter einer eigenen Qualitätsmarke an Feinschmecker, die Spitzengastronomie und eben auch Online vertreiben möchte. Den Anfang nahm diese Partnerschaft im f3-Netzwerk. Christian sagt: "Wir hätten uns vielleicht auch ohne f3 gefunden. Aber es hätte länger gedauert." 

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Auf der einen Seite ein Schweinehalter, der Produkte online vermarkten will. Auf der anderen ein E-Commerce-Start-up, das Lebensmittel im Web vertreibt. Auf f3.de haben sich die beiden gefunden. Sie wollen jetzt zusammenarbeiten.

„Wir müssen sonst lange recherchieren, um Erzeuger mit passenden Produkten zu finden“, sagt Paul Blanck-Rommel vom Lebensmittel-Marktplatz „Pielers„. „Und wir konnten nicht nach etwas suchen, was wir nicht kennen“, antwortet Schweinehalter Christian Vincke aus dem Münsterland. Die beiden saßen sich Anfang Dezember im Eßzimmer des Landwirts gegenüber und sprachen über eine mögliche Partnerschaft. Landwirt meets Start-up!

Andrea und Christian Vincke (links) haben im f3-Netzwerk Paul und Eva vom Webshop „Pielers“ kennengelernt. Sie wollen künftig zusammenarbeiten. (Foto: Piepenbrock)

Paul von Pielers ist dafür zuständig, Direktvermarkter aus ganz Deutschland mit besonderen Produkten ausfindig zu machen, die diese über den Pielers-Marktplatz vertreiben möchten. Und Christian baut derzeit eine Ibérico-Zucht auf, dessen Fleisch er unter einer eigenen Qualitätsmarke an Feinschmecker, die Spitzengastronomie und eben auch Online vertreiben möchte. Den Anfang nahm diese Partnerschaft im f3-Netzwerk. Christian sagt: „Wir hätten uns vielleicht auch ohne f3 gefunden. Aber es hätte länger gedauert.“

Win-Win-Situationen im f3-Netzwerk

Die Ibérico-Schweine vom Hof Vincke können bald auf der Online-Plattform eines Start-ups erworben werden. (Foto: Piepenbrock)

Die beiden studierten Landwirte Christian Vincke und seine Frau Andrea sehen im Vertriebskanal „Online-Plattform“ großes Potential. Gerade weil die eher hochpreisigen Ibérico-Schinken eine besondere Zielgruppe ansprechen, die für gute Qualität auch gutes Geld in die Hand nimmt. „Wir wollten allerdings nicht unbedingt einen eigenen Online-Shop aufbauen“, erklärt Christian. „Wenn man das ordentlich macht, ist man schnell viel Geld los und dann hat man noch nicht unbedingt die Reichweite, die man braucht.“

Wir wollen online vermarkten. Aber für einen ordentlichen eigenen Webshop müssten wir zu viel Geld in die Hand nehmen.

Christian Vincke

Bei Pielers hingegen haben Erzeuger die Möglichkeit, ihre Produkte im bereits aufgebauten Web-Marktplatz einer wachsenden Kundschaft anzubieten. Die Erzeuger zahlen 15% des Verkaufserlöses an den Betreiber, 85% davon gehen an sie selbst. „Im Grunde ist das Geschäft für die Produzenten kostenlos, da sie die Provision einfach oben aufschlagen können“, sagt Paul. „Wir haben dafür jetzt sogar einen Rechner programmiert, der den Erzeugern mit einem Klick sagt, was sie für Provision und Verpackungsmaterial einrechnen müssen.“ Letzteres können die registrierten Erzeuger nämlich ebenfalls über Pielers beziehen. Den Versand übernehmen sie selbst von zuhause aus. Um Kundenan- und rückfragen kümmert sich Pielers oder der Landwirt – je nachdem, wo die Frage eingeht.

Die Erzeuger allein bestimmen den Preis ihres Produktes. 15 % davon gehen an Pielers. 

Der Teufel liegt im Detail

Bislang verkaufen rund 40 Erzeuger ihre Produkte auf Pielers.de. „Wenn die Ware mal ausverkauft oder aus saisonalen Gründen nicht lieferbar ist, können wir es einfach auf ’nicht verfügbar‘ stellen“, sagt Eva Göttert, die bei Pielers für den Vertrieb und das Marketing zuständig ist und ebenfalls den Weg ins Münsterland gemacht hat. Sie zückt im Gespräch mit Christian mehrmals die Kamera. Die Videoschnipsel und Fotos von den Iberico-Schweinen und ihrer Haltung kann sie gut für das Erzeugerprofil der Vinckes verwenden. Jeder Landwirt hat die Möglichkeit, sich und sein Produkt auf der Pielers-Seite darzustellen. „Dadurch wollen wir Nähe zum Erzeuger bieten. Ähnlich dazu, was die Kunden vom Wochenmarkt erwarten“, erklärt Eva. „Außerdem erstellen wir Blogbeiträge bei erklärungsbedürftigen Produkten und kümmern uns ums Marketing.“

Wir hätten uns vielleicht auch ohne f3 gefunden. Aber es hätte länger gedauert.

Christian Vincke
Wurst via Web

Über das f3-Netzwerk haben sich die beiden Parteien gefunden. Die geschäftlichen Details klären sie aber im persönlichen Gespräch. Bei Pielers gelten für alle Erzeuger dieselben Richtlinien: Zum Beispiel darf das Gewicht der tatsächlich gelieferten Fleischsendung maximal 10% von der Bestellung abweichen. „Bei Nackensteaks geht das aber nicht immer“, erklärt Praktikerin Andrea Vincke. „Da schneidet man eben so ab, wie es wächst.“ Für die Erzeuger kann das hinterher durchaus ein Problem werden. Schön zu sehen, dass die Start-up-Betreiber sich sofort darauf einließen: „Wenn das für euch eine Hürde ist, finden wir eine Lösung“, verspricht Paul.