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„Zu gut für die Tonne!“-Sieger gekürt free

Fünf Projekte, die Lebensmittelverschwendung eindämmen wollen, gewannen den diesjährigen „Zu gut für die Tonne!“ - Bundespreis. Beworben haben sich auch Start-ups. (Foto: BMEL)

Eine einfachere Bewirtschaftung von Streuobstwiesen oder smarte Regalsysteme in Supermärkten: Bundesministerin Julia Klöckner hat die Gewinnerprojekte des diesjährigen „Zu gut für die Tonne!“ – Bundespreises bekannt gegeben.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat kürzlich den „Zu gut für die Tonne!“ – Bundespreis an fünf Projekte vergeben, die Lebensmittelverschwendung reduzieren möchten. Insgesamt reichten in diesem Jahr 131 Projekte ihre Ideen ein. Daraus hat die siebenköpfige Jury 14 Finalisten und anschließend fünf Gewinner in den verschiedenen Kategorien ausgewählt. Besonderen Wert legte sie in diesem Jahr auf die Vorbildwirkung der Projekte, also inwieweit sich die Ideen in die Breite tragen lassen. Die Verleihung fand zum fünften Mal statt.

Im Sinne der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung nahm das BMEL dabei die ganze Bandbreite der Lebensmittelversorgungskette ins Visier: Bewerben konnten sich Unternehmen, Start-ups, landwirtschaftliche Betriebe, Gastronomie, Verbände, Vereine, NGOs, Kommunen, Forschungseinrichtungen sowie Einzelpersonen.

Die Jury verlieh den Preis in den Kategorien Landwirtschaft & Produktion, Handel, Gastronomie, Gesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung. Das BMEL vergab Förderpreise im Gesamtwert von 15.000 € an zwei Nominierte. Über eine Startfinanzierung von je 7.500 € freuten sich die Nominierten „Mit Sinn und Verstand“ sowie „Gib Lebensmittelverschwendung keine Chance!“

Das sind die Gewinner

Gelbes Band (Landwirtschaft & Produktion): Mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“ unterstützt der Landkreis Esslingen die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Ein gelbes Band am Stamm signalisiert: Dieser Baum darf gratis und ohne Rücksprache abgeerntet werden.

EasyFill GmbH (Handel): Die EasyFill GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Regalsysteme mit einem sogenannten „First-In-FirstOut-Abverkaufs-Prinzip“: Das sorgt dafür, dass der Supermarkt zuerst die Produkte mit der kürzesten Mindesthaltbarkeit verkauft.

Foodversity (Gastronomie): Mit „Foodversity“ unterstützt das Unternehmen MAN Energy Solutions seine Betriebsgastronomie an den verschiedenen Standorten gezielt bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen und Verpackungsmüll.

Mit Sinn und Verstand (Gesellschaft & Bildung): Im Rahmen des Projekts „Lebensmittel mit Sinn und Verstand einkaufen, verarbeiten und konsumieren“ vermittelt die Johann Heinrich August Duncker Oberschule in Rathenow die Wertschätzung von Lebensmitteln an ihre Schülerinnen und Schüler. Die Schule gewann zusätzlich einen von zwei Förderpreisen.

Gib Lebensmittelverschwendung keine Chance! (Gesellschaft und Bildung): Der Verein KinderLeicht e.V. sensibilisiert Heranwachsende mit Workshops für das Thema Lebensmittelverschwendung. Der Verein zählt nicht zu den Gewinnern, erhielt aber einen von zwei Förderpreisen.

Gemeinsam gegen Überproduktion mit Hilfe von KI (Digitalisierung): Mensen und Cafeterien müssen Lebensmittel oft entsorgen, weil sie zu viel produzieren. Das Start-up „Delicious Data“ hat ein Prognosesystem entwickelt, das die Anzahl benötigter Portionen vorausberechnet und dadurch die Überproduktion reduziert.

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